Für Ärzte und Interessierte

Einführung in die Heilanzeigen der Radon-Balneotherapie

Einführung in die Heilanzeigen der Radon-Balneotherapie

von Dr. med. Christoph von Ascheraden

- Allgemeinarzt und Badearzt in St. Blasien

- Mitglied des Wissenschaftlichen Beirat des Radon Revital Bad

- Mitglied des Vorstandes des Vereins Europäische Radon-Heilbäder EURADON e.V.

Hier Arztinformation herunterladen >>

Radon222, ein natürliches radioaktives Edelgas, wird aktuell und wiederholt mit den negativen Langzeitwirkungen beim Aufenthalt in belasteten Wohnhäusern insbesondere schlecht durchlüfteten Kellerräumen in Verbindung gebracht. Es ist erwiesen, dass eine langfristige Belastung durch hohe Dosiswerte gesundheitsschädlich sein kann.

In St. Blasien-Menzenschwand, wie auch in den übrigen Radonheilbädern üblich, wird Radon222 kontrolliert, nur über einen definierten Zeitraum und mit einer definierten Dosis nach badeärztlicher Verordnung eingesetzt. Die zulässige Jahresdosis ist vom Gesetzgeber festgelegt. Die zusätzliche Strahlenbelastung durch die Radontherapie führt nicht zur Überschreitung der gesetzlich vorgeschriebenen Belastung der natürlichen Strahlung (terrestrisch und kosmisch). Nach jahrzehntelangen Messergebnissen in den europäischen Radon-Heilbädern geht eindeutig hervor, daß eine Überschreitung der vom Gesetzgeber verordneten Grenzwerte sicher ausgeschlossen werden kann. Für die Bevölkerung, aber auch für die im Radonbad Tätigen besteht keine die Grenzwerte überschreitende Strahlenbelastung. Die Strahlenbelastung durch die Patienten bewegt sich ebenfalls im Bereich der natürlichen Strahlenexposition. Sie hat gegenüber den Risiken medikamentöser Therapien ein deutliches Plus auf ihrer Seite. 

Für die während einer Radontherapie wirksame geringe zusätzliche Strahlung sind keine Nebenwirkungen nachgewiesen worden und nach dem aktuellen Stand der biomedizinischen Forschungen auch nicht zu erwarten. Als "Anschub-Energie" für die körpereigenen Heilungsprozesse hat sich eine optimale Serie von 12 bis 15 Radonwannenbädern bewährt.

Beim Zerfall von Radon entstehen energiereiche Alphastrahlen, die auf der Zellebene bestimmte Prozesse auslösen. Zusätzliche Effekte werden in der Grundlagenforschung untersucht und diskutiert:

- Erhöhung der Reparaturkapazität in den Zellen bezüglich Schäden im Erbgut.

- Anregung der Ausschüttung von Endorphinen mit ihrem komplexen Wirkungsspektrum

- Die Schmerzlinderung kann noch mehrere Monate nach der Therapie anhalten.

- Weiter kann das Immunsystem positiv beeinflusst und die Produktion von Radikalenfängern erhöht werden.
  Diese machen zerstörerische Stoffwechselprodukte unschädlich.

Verschiedene Studien (auch randomisierte Doppelblind-Studien) haben festgestellt, dass die therapeutische Wirkung des Radons zwar mit Verzögerung eintritt, jedoch dann mehrere Monate nach der Behandlung noch anhält. Dies sind keine Placebo-Effekte. Nachweislich führt die Behandlung mit Radon zu einer deutlichen Verminderung der Schmerzmittel, die über Wochen und Monate anhalten kann. Langfristige Behandlungserfolge in der Schmerztherapie sind also eine der wissenschaftlich belegten Wirkungen des dosierten Einsatzes des Arzneimittels Radon.

Die entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung kommt dabei Patienten mit unterschiedlichen Krankheitsbildern zu Gute.

Die folgenden Indikationen werden im Radon Revital Bad Menzenschwand therapiert:

  • Chronisch-entzündliche Erkrankungen des Bewegungsapparates, insbesondere chronische Rheumatoide Arthritis und Morbus Bechterew
  • Degenerative, chronische und aktivierte Erkrankungen der Gelenke (Arthrose)
  • Degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule (Spondylose, Spondylarthrose, Osteochondrose)
  • Schmerzzustände nach Bandscheibenoperationen
  • Schmerzbetonte Osteoporose
  • Weichteilrheumatismus, Fibromyalgie-Syndrom
  • Schmerzzustände nach Unfällen und Sportverletzungen
  • Zustand nach orthopädischen Operationen
  • Neuralgien, Neuritiden, Polyneuropathien
  • Schmerzzustände nach Gürtelrose (postzosterische chronifizierte Schmerzen)

Nach Inkorporation der Alphapartikel durch die Haut gelangen diese zunächst in das weitverzweigte subkutane Kapillarnetz. Dort können entzündlichen Hauterkrankungen wirksam begegnet werden. Behandelt werden vor allem folgende Erkrankungen:

  • Psoriasis
  • Sklerodermie
  • Neurodermitis
  • Periphere Durchblutungsstörungen leichten Grades
  • chronische Erschöpfungszustände
  • Rekonvaleszenz nach Infektionskrankheiten
  • Chronisch-entzündliche und allergische Erkrankungen der Atemwege, insbesondere Asthma bronchiale
  • Chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen
  • Chronische Entzündungen der oberen Luftwege
  • Chronische Sinusitis

Die entzündungshemmenden und schmerzmindernden Heilungsprozesse sind natürlich auch ohne weitere Begleiterkrankung wünschenswert. Deshalb können auch Patienten präventiv von den positiven Wirkungen des Radons profitieren, z.B. bei:

  • Wechseljahrebeschwerden der Frau
  • Prävention von Altersbeschwerden (Geroprophylaxe)