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Geschichte

Die Idee, radonhaltiges Wasser in Menzenschwand für therapeutische Zwecke zu nutzen, geht bis in das Jahr 1970 zurück.

Im Krunkelbachtal wurde das im Granit erbohrte radonhaltige Wasser mit einem Radongehalt von 1130 Bq/l entdeckt. Dieses Heilwasser bildete die Grundlage für das damals mit rund 75 Mio EUR angesetzte Projekt eines Radonheilbades. Neben dem Bad mit Kurmittelhaus sollten große Hotelkomplexe entstehen. Die Pläne scheiterten schließlich, weil sich Bürger, Gemeinde und Investoren über die Größe und das Ausmaß des Vorhabens nicht einig wurden.

Fast dreißig Jahre später wurde die Idee des Radonheilbades wieder aufgegriffen. Der Gemeinderat der Stadt St. Blasien entwickelte 1998 gemeinsam mit der Bürgerschaft ein Modell, das jedem Interessierten eine unmittelbare Beteiligung in Form eines „Stillen Gesellschafters“ ermöglicht. Zusammen mit diesen als Stille Gesellschafter fungierenden Befürwortern wurde erreicht, dass das neue Radonbad sowohl finanziell als auch atmosphärisch von der Bevölkerung nicht nur gewollt, sondern auch „getragen“ wird.

Bei einer Gesamtfinanzierung in Höhe von 6.104.000 EUR hat sich die Bürgerschaft bisher mit einem Anteil in Höhe von 640.000 EUR eingebracht.

Die Baugesellschaft
Die Gesellschaftsgründung der „Radonbad Menzenschwand Beteiligungs-GmbH“ als Komplementärin der „Radonbad Menzenschwand GmbH & Co. KG“ ist am 27.08.2003 durch die Beurkundung der Verträge beim Notariat St. Blasien erfolgt. Die Beteiligungs-GmbH ist am 23.10.2003 unter der HBR 195 St.Bl. und die GmbH & Co. KG am 29.10.2003 unter der Nr. HRA273 im Handelsregister des Amtsgerichts Waldshut-Tiengen eingetragen.

Der Gemeinde- und Ortschaftsrat hat in der öffentlichen Sitzung am 16. Dezember 2003 die „Radonbad Menzenschwand GmbH & Co.KG“ mit der Betriebsführung des Radon Revital Bades St. Blasien-Menzenschwand beauftragt.

Das Bad und seine Architektur
Die Freiburger Stadtbau GmbH erhielt in Zusammenarbeit mit dem Freiburger Architekturbüro Detlef Sacker in einem europaweit ausgeschriebenen Architekturwettbewerb den ersten Preis für ihren innovativen Entwurf und auch den Zuschlag für die Errichtung des Bades.

Das Gebäude gliedert sich in drei Bereiche:
Im Mittelpunkt der Therapieeinrichtung steht die Badehalle mit Außenbecken. Insgesamt 240 qm Wasserfläche mit großem Bewegungsbecken, mit Heißwasserpool und anschließenden Ruhezonen laden den Gast zum Relaxen ein. Vorgelagert befindet sich der transparente Eingangsbereich mit Service-, Aufsichts-, Gastronomie- und Kassenstützpunkt. Im östlichen Gebäudetrakt befinden sich medizinische Behandlungsräume sowie Wannenbäder für die Physikalische Therapie und die Radontherapie, im westlichen Trakt ist ein Wellnessbereich mit Saunagarten integriert.

Durch die natürliche Höhenlage des Gebäudes sowie durch fließende Übergänge zwischen Innen- und Außenbereichen fügt sich die Anlage harmonisch in die naturbelassene Umgebung ein, ohne dass großflächige landschaftsbauliche Maßnahmen durchgeführt werden mussten.

Für die Bade- und Saunagäste bietet sich die Möglichkeit, zwischen dem Innen- und dem Außenbereich des Gebäudes zu wechseln. Denn sowohl das Innenbecken als auch der Saunabereich setzen sich außen fort und bieten einen freien Blick in die Landschaft. Die Saunagäste haben die Möglichkeit, zum Ausruhen im nicht einsehbaren Außenbereich zwischen einer befestigten Fläche und einem gepflegten Rasen zu wählen.

Auf der Terrasse ist sonnenbaden und ruhen nicht nur während des Sommers möglich, da der dunkle Naturstein die Wärme speichert und so auch nach Sonnenuntergang oder ohne direkte Sonneneinwirkung eine wohlige Atmosphäre schafft.

Die weitgehend unveränderte moorige Wiese bietet optische Reize und lädt neugierige Badegäste zu einem kleinen Spaziergang ein. Im gartenhaft gestalteten Grünbereich kann man in geschützter Atmosphäre den Blick in die nahtlos übergehende Landschaft des Albtals genießen und dabei den Alltag vergessen.